Wie wird man eigentlich Funk- und
Fernsehjournalist/in?
Auch beim Fernsehen und beim Rundfunk sind die Zeiten der
Seiteneinsteiger vorbei. Manch ein junger Mensch, der sich ein,
zwei oder drei Jahre bei kommerziellen kleinen Radiostationen hat
beschäftigen (Ehemalige sprechen in diesem Zusammenhang auch von
"ausbeuten") lassen, verspürt mitunter doch den Wunsch nach einer
abgerundeten "ordentlichen" Ausbildung. Hier bietet der Hessische
Rundfunk - ähnlich wie auch die anderen öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten - journalistische Volontariate an, deren Dauer
in der Regel 18 Monate beträgt. Während dieser
Volontärsausbildung, in der jeder Volontär einer Stammredaktion
zugeordnet ist, verbringen Radiovolontäre auch Zeit bei einer
Fernsehredaktion, ebenso wie Fernsehvolontäre Radio "erfahren".
Im Hörfunkvolontariat gehören zwei Monate in der
Nachrichtenabteilung ebenso zur Grundausbildung wie ein Monat in
der technischen Abteilung. Die insgesamt acht Monate in der
Stammredaktion werden durch zwei Monate beim Fernsehen sowie fünf
Monate in anderen Hörfunkredaktionen ergänzt.
Die Fernsehvolontäre verbringen ebenfalls acht Monate in der
Technik und der Produktion. Das verbleibende halbe Jahr wird
zwischen Hörfunk und weiteren Fernsehredaktionen aufgeteilt. Bei
Volontariaten bei den Öffentlich-Rechtlichen im allgemeinen und
denen des Hessischen Rundfunks im besonderen, ist darauf
hinzuweisen, dass durch die Zusammenarbeit mit der Zentralen
Fortbildung der Programm-Mitarbeiter von ARD und ZDF (ZFP), eine
Fülle volontariatsbegleitender Kurse angeboten werden..
Ergänzt werden diese Fortbildungsangebote beim Hessischen Rundfunk
beispielsweise durch ein Bausteinseminar, das die rechtlichen
Aspekte journalistischer Arbeit ebenso beleuchtet, wie die Arbeit
an Dokumentationen und in Archiven, und letztendlich auch
praktisch in die Arbeit mit Kamera, Mikrofon und
Aufzeichnungsgerät einführt.
Für die einzelnen Redaktionen, die von den Volontärinnen und
Volontären durchlaufen werden, stehen Redakteurinnen und
Redakteure bereit, die als "Tutoren" deren Ansprechpartner sind.
Nach Ablauf jedes Ausbildungsabschnittes gibt der zuständige
Abteilungsleiter in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsredakteur
eine schriftliche Beurteilung über die Kenntnisse und Fähigkeiten
des Volontärs an die Ausbildungsabteilung, die diese dann mit dem
Betreffenden bespricht, sollte dies nicht bereits in der Abteilung
geschehen sein.
Am Ende der eineinhalbjährigen Ausbildungszeit, die nicht von
einer Prüfung gekrönt ist, erhält der Volontär stets ein Zeugnis,
selten eine Festanstellung, aber häufig Beschäftigung als freier
Mitarbeiter bei einer oder mehreren Redaktionen, die er während
seiner Ausbildung kennen gelernt hat.
Darüber hinaus bietet der hr Volontariate in den Bereichen
Sprecher/in, Kamera-, Cutter- und Bildmischerassistent/in sowie
Aufnahmeleiter/in und Tontechniker/in an.
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