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20.12.2004
Presseclub-Stipendium für den journalistischen Nachwuchs in den neuen EU-Ländern: Bericht von Aleksandra Czajkowska

Aleksandra Czajkowska
Anfang des Jahres beschloss der Vorstand des Presseclubs seinem Satzungsauftrag zur Förderung des journalistischen Nachwuchses mit der Ausschreibung eines Stipendiums für junge Nachwuchskräfte in den neuen EU-Mitgliedsstaaten nachzukommen. Das Stipendium wurde mit 2000 Euro dotiert und mit Praktikumsmöglichkeiten ausgestattet.
Unsere erste Stipendiatin war Aleksandra Czajkowska, eine junge Germanistik-Studentin aus Polen, die sich für eine spätere Tätigkeit als Journalistin interessiert und über ausgezeichnete Deutsch-Kenntnisse verfügt. Nach Abschluss ihres Praktikums sind die Erfahrungen auf beiden Seiten sehr positiv. Der Presseclub wird diese Initiative fortsetzen.
Aleksandra Czajkowska selbst hat ihre Erfahrungen im Folgenden selbst zusammengefasst:
Knapp drei Monate verbrachte ich in Kassel und in dieser Zeit habe ich einen Überblick über journalistische Arbeit bekommen. Dem Presseclub Kassel habe ich das zu verdanken. Durch das Stipendium für Nachwuchsjournalisten aus den neuen EU-Ländern hatte ich die Chance, Praktika bei der Pressestelle der Stadt Kassel, dem Hessischen Rundfunk und der HNA zu absolvieren.
Zwei Aspekte des Stipendiums waren für mich von größter Bedeutung: journalistische Arbeit und die deutsche Sprache.
Ich bin Germanistikstudentin im achten Semester an der Universität Danzig, war schon mehrmals in Deutschland zu Besuch und hatte schon mit dem Gedanken gespielt, meine berufliche Zukunft mit diesem Land zu verbinden. Als sich die Chance ergab, verschickte ich sofort ohne zu zögern meine Bewerbungsunterlagen.
Im Rahmen des Stipendiums habe ich den Mitarbeitern der Pressestelle, den Redakteuren beim Hörfunk und Fernsehen und der Zeitung über die Schulter geschaut und konnte mich auch aktiv beteiligen.
Schreiben von Pressemitteilungen und Erstellen des aktuellen Pressespiegels waren meine Hauptbeschäftigungen bei der Pressestelle im Rathaus. Außerdem war ich bei der Stadtverordnetenversammlung und nahm an Pressekonferenzen teil.
Die HNA gab mir die Möglichkeit, nicht nur Pressemeldungen, sondern auch kurze Artikel und Berichte zu schreiben. Pressetermine, Umfragen machen und recherchieren war dort mein Alltag. Was für mich, als Nicht-Muttersprachlerin nicht immer ganz leicht war. Es hat sich aber gelohnt. Ich habe viel über redaktionelle Arbeit gelernt.
Sehr spannend fand ich auch die Arbeit von Funk- und Fernsehjournalisten. Live zu erfahren, wie ein Fernsehbeitrag entsteht, war ein Highlight für mich. Tagtäglich war ich mit einem Team unterwegs. In der Redaktion von Hessen aktuell erfuhr ich, wie man das gedrehte Material schneidet, zusammenstellt und mischt. Schließlich wurde das fertige Produkt noch am selben Tag ausgestrahlt
Die Zeit in Kassel verging sehr schnell und intensiv. Ich habe jede Menge Erfahrungen gesammelt, die ich für meine berufliche Zukunft sehr gut nutzen kann.
Nach diesen drei Monaten weiß ich jetzt, dass diese Zukunft mit dem Journalismus verknüpft sein wird.
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