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20.02.2006
Anhängigkeiten des Energiemarktes skizziert
Abhängigkeiten und Hintergründe auf dem Energiemarkt standen im Mittelpunkt der Presseclub-Veranstaltung „Energieversorgung- Herausforderung des 21. Jahrhunderts“ im Presse- und Druckzentrum. Referenten waren zwei ausgewiesene Experten: zum einen Dr. Andreas Reichel, Leiter des Hauptbereichs Unternehmenskommunikation der E.ON Ruhrgas, zum anderen Heino Elfert, Herausgeber der „Energie Informationsdienst GmbH“.
Nach Einschätzung von Dr. Andreas Reichel werde in Europa ein Rückgang der heimischen Förderung voranschreiten- damit steige die Importabhängigkeit der EU und die Marktmacht der Produzentenländer. Deutschland beziehe rund 70 Prozent seines Erdgases aus nur drei Ländern, nämlich Russland, Norwegen und den Niederlanden. Die Ölpreisbindung diene daher auch als preisliches Schutzschild vor übertriebenen Preisforderungen der Produzenten. Preisanpassungen würden zudem in beide Richtungen stattfinden.
Im Jahr 2020 werde der Anteil der Erdgasimporte aus Drittländern am gesamten Erdgasaufkommen der EU bereits bei mindestens drei Viertel liegen. Es seien in Zukunft erhebliche Investitionen in Importprojekte notwendig, um den zu erwarteten Bedarfsanstieg zu decken und eine mögliche Deckungslücke zu füllen. Bis 2030 schätze die Internationale Energieagentur (IEA) die Gasinvestitionen in Europa auf jährlich rund 16 Millionen Dollar. (gmb)
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