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16.04.2008
Kasseler Presseclub zu Gast bei "König Lustik"

mhk-Pressesprecherin Anja Schaluschke(4.v.l.) begrüßte die Mitglieder des Presseclubs Kassel im Fridericianum.
http://www.koenig-lustik
Unter sachkundiger Führung der Kuratoren Dr. Thomas Smidt und Dr. Arnulf Siebeneicker besuchten über 30 Mitglieder des Kasseler Presseclubs die die Landesausstellung „König Lustik !?“ im Fridericianum. Claudia Hohmann dankte zu Beginn mhk-Pressesprecherin Anja Schaluschke für die Organisation.
Die Landesausstellung „König Lustik!?“ präsentiert eines der schillerndsten Kapitel in der Geschichte der Stadt Kassel und des Landes Hessen. Sie zeigt die Licht- und Schattenseiten eines jungen Herrschers und seines reformorientierten Staates am Beginn der Moderne.
Als „König Lustik“ ist er verspottet worden: Jérôme Bonaparte, der jüngste Bruder Napoleons. Von seiner Residenz Kassel aus regierte er zwischen 1807 und 1813 das neu geschaffene Königreich Westphalen. Sein Herrschaftsgebiet berührte sieben der heutigen Bundesländer: neben Hessen auch Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hamburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Wegweisende politische Reformen gingen einher mit einer aufwendigen Inszenierung der neuen Monarchie und einer geradezu verschwenderischen höfischen Pracht. Allerdings fielen die Kasseler Gemäldegalerie und das Museum Fridericianum der Plünderung durch die Franzosen zum Opfer.
Den spektakulären Auftakt der Ausstellung bilden einige der geraubten Meisterwerke, die vorübergehend nach Kassel zurückkehren. Diesen Verlusten stehen bedeutende kulturelle Leistungen auf anderen Gebieten gegenüber: in Malerei, Kunsthandwerk und Architektur sowie in Musik und Theater. Kassel entwickelte sich zum Zentrum der Empire-Kultur für ganz Norddeutschland. In seiner Verkörperung von Ordnung und Vernunft wurde dieser Stil gleichsam zum „Corporate Design“ eines Königreichs, das als erster Staat auf deutschem Boden eine Verfassung und ein Parlament erhielt. Im Jahr 2008 kehrt "König Lustik" nun ins Fridericianum zurück: Das geschichtsträchtige Gebäude war einst der Parlamentssitz des fortschrittlichen Modellstaats.(gmb)
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